Hallo liebe Dozentinnen und Dozenten,
Unser Community Champion Karoly Nyisztor, der mehr als 400.000 Lernende auf Udemy unterrichtet hat, hat kürzlich einen inspirierenden Beitrag geteilt, der viele anspricht, die sich in der heutigen Welt des Online-Unterrichts bewegen. Ausgehend von seinen eigenen Erfahrungen gibt Karoly praktische Tipps und lädt euch ein, während des Lesens über eure eigenen Erfahrungen nachzudenken, euch einzubringen und eure Erkenntnisse zu teilen.
Also, los geht’s! Schauen wir uns an, was er zu sagen hat.
Anpassung an den Wandel
Um im neuen, abonnementsbasierten Modell erfolgreich zu sein, müsst ihr Lernende möglichst lange engagiert halten und ihnen gleichzeitig wirklich nützliches Wissen vermitteln. Das ist jetzt wichtiger denn je und erfordert einen anderen Ansatz als der Versuch, Impulskäufe zu erzeugen.
Vertrauen aufbauen
Leichter gesagt als getan. Erfahrene Dozenten haben einen Vorteil, aber es ist nie zu spät, anzufangen. Nutzt soziale Medien zu eurem Vorteil. Postet Einblicke hinter die Kulissen auf LinkedIn, teilt euer Fachwissen auf YouTube usw. Lasst die Menschen die Person hinter dem Kurs sehen.
Menschen lieben Blicke hinter die Kulissen, vielleicht sind wir alle ein bisschen neugierig.
Authentizität zählt sehr. Wenn Menschen das Gefühl haben, von einem echten Dozenten zu lernen, kaufen sie eher eure Kurse. (Ich habe heute Morgen ein Buch von einem Typen gekauft, den ich auf YouTube gesehen habe. Und es ist nicht das erste Mal.)
Raus aus der Komfortzone
Wenn ihr noch nie Live-Aufnahmen in euren Kursen verwendet habt, probiert es aus. Einfach ein paar Folien zusammenwerfen und dazu sprechen reicht nicht mehr. Bei allgegenwärtiger KI sehnen sich die Menschen nach menschlicher Präsenz und echter Interaktion.
Die Wahl des Themas ist entscheidend
Erstellt nicht den 6.000sten Python-Anfängerkurs – das ist unnötig. Folgt Trends und sucht nach Lücken. Wenn ein neues Thema aufkommt und ihr Experte oder leidenschaftlicher Fan seid, wagt es. Mit anderen Worten: Euer Kurs über Claude Code sticht eher hervor als ein weiterer Python-101-Kurs. Ebenso hat ein Kurs über KI-unterstützten Canva-Workflow bessere Chancen, Aufmerksamkeit zu bekommen, als ein Anfänger-Photoshop-Kurs.
Denkprozesse nicht an KI auslagern
Die Menschen entwickeln eine Art Abneigung (fast allergische Reaktionen), gegen qualitativ minderwertige KI-Inhalte, die die sozialen Medien überfluten. Ich sage nicht, dass es unmöglich ist, hochwertige KI-unterstützte Inhalte zu erstellen. Ich habe Videos gesehen, bei denen ich wirklich pausieren musste, um herauszufinden, ob ich eine echte Person oder einen Avatar gesehen habe. Aber Inhalte auf diesem Niveau zu produzieren ist teuer und zeitaufwendig.
Verwendet KI als Werkzeug, nicht als Ersatz für eure Lehr- und Präsentationsfähigkeiten.
Echt oder künstlich? Rate mal und gewinne meinen Ferrari 😁.
Vergesst passives Einkommen
Mit der Geschwindigkeit, mit der sich alles verändert und weiterentwickelt, könnt ihr euch nicht auf eine „einmal erstellen und vergessen“-Strategie verlassen. Besonders im Tech-Bereich müsst ihr den laufenden Aufwand für Updates eurer Materialien regelmäßig einplanen.
Wenn ihr beispielsweise letzten Monat den Claude Code-Kurs veröffentlicht habt, solltet ihr bereits darüber nachdenken, ihn zu aktualisieren, bevor die Lernenden merken, dass sich etwas geändert hat.
(Es gibt noch immer einige Evergreen-Themen, aber die sind meist nicht die beliebtesten oder finanziell lohnendsten.)
Die Messlatte ist höher, aber die Gelegenheit ist immer noch da.
Viel Erfolg!
– Karoly